Orchideen Ableger
faszinierendes
Hobby ... "
Orchideen lassen sich sowohl geschlechtlich durch Samen, als auch ungeschlechtlich durch Verwendung von Teilen der Mutterpflanze vermehren.
Die geschlechtliche Vermehrung ist aber sehr langwierig und schwierig. Am leichtesten lassen sich Orchideen durch Teilen vermehren. Das funktioniert bei allen sympodial wachsenden Orchideen. Auch der Wurzelstock wird dabei geteilt. Wichtig ist aber, dass die Pflanze bereits groß genug geworden ist, die getrennten Teile sollten je drei Pseudobulben besitzen. Das Durchtrennen der Pseudobulben sollte dabei mit einem scharfen und desinfizierten Messer vorgenommen werden. Wundstellen werden mit Holzkohlepulver bestäubt. Die neuen Teile werden eingetopft.
Auch Kopfstecklinge können zur Vermehrung genutzt werden, was bei monopodial wachsenden Orchideen funktioniert. Dazu wird der Spross mit halber Höhe mit einem desinfizierten Messer abgetrennt, der Steckling neu eingetopft. Diese Methode ist bei schnellwüchsigen Arten sinnvoll. Andere Arten benötigen zu lange, bis sie blühfähige Pflanzen entwickeln.
Einige Orchideenarten bilden selbst Kindel aus. Dieses kann zur Vermehrung genutzt werden, es muss nur gewartet werden, bis es groß genug ist. Dann kann es von der alten Pflanze abgetrennt werden und wird eingetopft. Die Kindelbildung wird durch hohe Temperaturen und eine Düngung mit viel Stickstoff begünstigt.
Die Aussaat von Orchideen zur Vermehrung wird meist nur von Züchtern vorgenommen. Sie ist sehr schwierig, denn die feinen Samen besitzen selbst kein Nährgewebe. Vermehren sie sich so in der Natur, hilft ihnen ein spezieller Wurzelpilz dabei, die nötigen Nährstoffe zu bekommen. Züchten legen den Samen daher auf einen künstlichen Nährboden, damit er keimen kann. Das geschieht unter sterilen Bedingungen in einem Labor und dauert bis zu neun Monate. Bis zu drei Jahre vergehen dann, bis daraus Pflanzen geworden sind, die pikiert werden können. Noch einmal zwei bis vier Jahre dauert es, bis die Pflanzen blühen, teilweise sogar zehn Jahre, wie das bei einigen Frauenschuh – Arten der Fall ist. Diese Art der Vermehrung erfordert daher viel Geduld. Wer sich daran probieren möchte, kann den Samen zur schwierigen Ankeimung auch ihn ein Aussaatlabor geben.
