Orchideen Substrate

Die richtige Mischung macht’s!

Wem die handelsüblichen Orchideen Substrate nicht genügen, der kann sich sein eigenes Substrat zusammenstellen. Orchideen besitzen unterschiedliche Pflegeansprüche, so dass unzählige Substratmischungen möglich sind.

Wer sein Orchideen Substrat selbst herstellen möchte, der sollte sich mit den dazu benötigten Materialien auskennen. In erster Linie werden organische und unorganische Komponenten für das Anmischen von Orchideen Erde benötigt.

So besteht das Substrat für epiphytisch wachsende Orchideen in der Regel aus grober Kiefernrinde, aus organischen und unorganischen Zuschlagstoffen. Ebenso sollten die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Orchideen bekannt sein, um ein passendes Orchideen Substratrezept erstellen zu können. Vielfach ist auch Ausprobieren die beste Methode, um eine bedarfsgerechte Substratmischung hinzubekommen.

Anbei eine Liste bekannter organischer und unorganischer Substratkomponenten:

Organische Materialien:
Buchenlaub: Ist erst strukturstabil, bei der Zersetzung werden dann Nährstoffe abgegeben. Das Naturprodukt zuvor genau auf Schädlinge absuchen.

Farne: Zuerst strukturstabil, während der Zersetzung werden später Nährstoffe abgesondert.

Gartenerde: Ist generell sehr nährstoffreich, aber nur für einige wenige Erdorchideen geeignet.

Holzfasern: Nehmen recht langsam Wasser auf und zersetzen sich ebenso langsam. Wie hoch die Nährstoffabgabe beim Zerfall ausfällt, ist schwer einschätzbar. Holzfasern sorgen jedoch für eine ziemlich gute Durchlüftung des Substrates und eignen sich daher als Komponente für epiphytische Orchideen.

Holzkohle: Holzkohle besitzt desinfizierende Eigenschaften und bindet zudem giftige Stoffe. Somit kann Holzkohle die Verbreitung von Bakterien verhindern. Ebenso lockert sie das Substrat auf.

Kokosfaser: Wirkt wasserabweisend, luftdurchlässig und ist auch zudem strukturstabil. Schützt somit hervorragend junge Wurzeln von epiphytischen Orchideen.

Kompost: Insbesondere für Erdorchideen geeignet. Denn Kompost ist sehr nährstoffreich, lässt aber nicht soviel Luft an die Wurzeln. Kompost kann jedoch Schädlinge, Bakterien, Pilzsporen und Ähnliches enthalten.

Kork und Korkschrot: Gute Komponente für epiphytische Orchideen, da Kork hilft, die Luftdurchlässigkeit von Substraten zu erhöhen.

Nadelhumus: Geeignet für Erdorchideen, da Nadelhumus sehr nährstoffreich und relativ sauer ist.

Nussschalen: Können Wasser gut aufnehmen. Zersetzen sich langsam und helfen das Substrat zu durchlüften. Bestens geeignet für epiphytische Orchideen. Nussschalen vorab gut wässern, um alle Rückstände sowie Salze zu entfernen.

Rinde: Sorgt bei epiphytischen Orchideen für eine gute Luftdurchlässigkeit. Zersetzt sich zudem recht langsam. Faustregel: Sind die Wurzeln der Orchideen größer, sind es die Rindestücke ebenfalls. Sind die Wurzeln eher kleiner, umso feiner sollten die Rindestücke sein.

Sphagnum: Orchideen, die Wasser mögen und solche, die empfindliche Wurzeln besitzen, stehen auf Sphagnum. Denn dieses Naturprodukt kann Wasser lange speichern und wirkt zudem desinfizierend. Leider ist es nicht ganz frei von Schädlingen. Zudem zersetzt sich Sphagnum relativ flott, so dass die Orchidee fast jährlich umgetopft werden muss.

Weißtorf: Eigenschaften: Senkt den pH-Wert, ist strukturstabil, hält das Wasser und ist nährstoffarm. Ist der Anteil dieser Komponente im Substrat zu hoch, wird das Wasser lange gehalten und die Wurzeln können faulen.

Anorganische Materialien:

Blähton: Wird vielfach als Drainage am Topfboden, als Grundschicht in Übertöpfen oder für Fensterbankschalen verwendet. Blähton ist vor allem wasseraufsaugend und kann Wasser gut speichern. Negative Eigenschaft: Blähton fördert das Versalzen.

Kalk: Findet sich in fast allen Substraten als Komponente wieder.

Lavalit: Ist hauptsächlich wasserabweisend und daher vor allem für lithopytisch wachsende Orchideen geeignet.

Lehm: Lediglich als Komponente für Erdorchideen einsetzbar, denn Lehm hält Wasser und kann so zur Fäulnis von Wurzeln beitragen.

Perlite: Epiphytisch wachsende Orchideen mit feinen Wurzeln mögen dieses Material, weil es die Luftdurchlässigkeit erhöht und strukturstabil ist.

Sand: Durch die Zugabe von Sand kann ein Substrat schnell abtrocknen ohne Luft an die Wurzeln kommen zu lassen. Für Erdorchideen ideal.

Schaumstoff: Gute Zugabe für epiphytische Orchideen mit großen Wurzeln, da Schaumstoff die Luftdurchlässigkeit erhöht.

Seramis: Gilt als wasserhaltend und wird bei jungen Orchideen in reiner Form angewendet. Ebenso bei blühfähigen Epiphyten. Kann aber auch als Zuschlagstoff genutzt werden.

Steinwolle: Ist eine sehr leichte Komponente, die nur langsam zerfällt. Orchideen, die eine kühlere Umgebung bevorzugen, mögen Steinwolle ohne Beimischung. Da Steinwolle nährstoffabweisend wirkt, muss eine kontinuierliche Nährstoffzufuhr in verdünnter Form stattfinden.

Styroporchips: Gute Drainage für den Topfboden, das diese Chips wasserabweisend wirken.

Styrowoll: Ist sowohl wasser- als auch nährstoffabweisend. Kann ohne Beimischung genutzt werden.

Zeolith: Nimmt Wasser gut auf und speichert dieses. Das Gestein soll Ionen austauschen und Ammonium absorbieren können. Zudem soll es die Eigenschaft besitzen, zu viel Dünger erst zu speichern und dann bedarfsgerecht abzugeben.




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