Dracula Orchidee

Dracula Orchidee, die Drachenorchidee

Die Nebelwälder sind ihr Zuhause – vom südlichen Mexiko bis nach Peru. Als eigenständige Gattung wurden die Dracula Orchideen erstmals 1978 von dem amerikanischen Orchidologen Carlyle A. Luer zusammengefasst.

Dracula Orchidee
Dracula Orchidee

Zuvor zählten sie zur Masdevallia Gattung.

Ihren Namen verdankt die Orchideengattung ihren auffälligen Blüten. Weil die äußeren dunkleren Blütenblätter schwanzähnlich auslaufen und so an fliegende Fledermäuse erinnern, gab Luer der Orchidee den lateinischen Namen Dracula, der übersetzt kleiner Drache bedeutet.

130 Arten sind bekannt – wobei die Mehrzahl von diesen in den südamerikanischen Anden sowie in den höheren Lagen Zentralamerikas ansässig ist.

Dracula Orchideen wachsen in der Regel epiphytisch. Wenige Arten auch terrestrisch.

Die Pflanzen werden von Fliegen bestäubt, die ansonsten an Pilzen leben. Die Blüten der Orchidee täuschen die Pilzmücken, indem die Blütenlippe wie der Hut eines Pilzfruchtkörpers gestaltet ist. Dieser zieht die Mücken an, welche dann ihre Eier dort ablegen und gleichzeitig die Pollinien übertragen.

Im Gegensatz zum Pilzfruchtkörper können sich die Larven in dem pflanzlichen Gewebe der Orchidee nicht entwickeln und sterben ab.

Dracula Orchideen wachsen sympodial, ohne Pseudobulben. Die Blütenstiele bilden sich seitlich oder nach unten hin aus. Der traubige Blütenstand dieser Orchideen trägt überwiegend mehrere Blüten, die sich nacheinander öffnen.

Wegen der nach unten wachsenden Blütenstiele bietet es sich an, die Pflanzen in hängende Körbchen oder in Gittertöpfen zu kultivieren. Die Orchideen mögen ein eher lockeres, aber wasserhaltendes Substrat, welches zusätzlich mit Sphagnum-Moos abzudecken ist. Oder es wird allein Sphagnum-Moos als Pflanzstoff genutzt. Idealer Standort: Entweder ein schattiger Platz im Wintergarten oder auf der Fensterbank an einem Nord- oder Ostfenster. Direkte Sonnenbestrahlung mögen Dracula Orchideen gar nicht. Zwischen Mai und September können sie gut ins Freie. Dort benötigen sie einen schattigen, aber nicht zu dunklen Stellplatz. Eventuell das Orchideenkörbchen in einen Baum hängen.

Viele Dracula Orchideen sind aus ihrer natürlichen Umgebung an kühlere Temperaturen gewöhnt. Natürlich gibt es Ausnahmen. Wenige Arten der Dracula Orchideen benötigen wärme Lebensbedingungen, manche lieben es sogar richtig warm. Daher ist es wichtig sich zuvor beim Orchideenzüchter darüber zu informieren, bei welchen Temperaturen sich die jeweilige Orchideenart wohlfühlt.

Was für alle Arten gleichsam erforderlich ist: Viel frische Luft und eine gleichbleibend hohe Luftfeuchtigkeit. Letztere ist größtenteils verantwortlich für die erfolgreiche Pflege der Pflanze. Die Luftfeuchte sollte demnach zwischen 70 und 90 Prozent liegen. Es ist zudem ratsam, die Orchideen an warmen Tagen morgens mit Wasser zu besprühen.

Ebenso bedeutsam ist das Gießen. Die Ballen müssen stets feucht, aber keinesfalls nass sein. Staunässe ist daher zu vermeiden. Je niedriger die Temperaturen, desto weniger sind die Pflanzen zu gießen. Das Gießwasser muss insbesondere salzarm sein.

Zwischen März und Oktober brauchen die Orchideen Dünger. Dem Gießwasser alle 14 Tage stark verdünnten Orchideendünger beimischen. Ab November bis Ende Februar können die Pflanzen auf Dünger verzichten. Eine korrekt temperierte Umgebung, ausreichende Luftfeuchte sowie ein ausgewogenes Gießverhalten sind für diese Orchideen enorm wichtig. Aus diesen Gründen sind Dracula Orchideen nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

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