Vanda Orchidee

Vanda Orchidee, farbenreiche Aufsitzerpflanze

Die Vanda Orchidee braucht keine Erde, dafür aber umso mehr Wasser. Sie ist zwar relativ pflegebedürftig, dafür aber umso blühfreudiger.

Vanda Orchidee
Vanda Orchidee

Die ursprüngliche Herkunft der farbenprächtigen Vanda Orchidee, deren Blüten traubenrebenartig zwischen den Blattachseln angeordnet sind, liegt in den subtropischen Regionen Südostasiens sowie in Indien. Ihren Namen verdankt diese Orchideen-Gattung ihrem Herkunftsland Indien. Denn Vanda bedeutet in altindischer Sprache „aus Indien stammend“. Ungefähr 50 unterschiedliche Gattungen sind bisher bekannt. Gezüchtet werden diese wunderschönen Orchideen hauptsächlich in den Südstaaten der USA.

In freier Natur hängt die Vanda Orchidee von Bäumen oder sitzt auf Bäumen. Sie kommt somit völlig ohne Erde aus. Diese so genannten Epiphyten, auch Aufsitzerpflanzen genannt, nehmen Feuchtigkeit und alle wichtigen Nährstoffe mit Hilfe ihrer Luftwurzeln auf. Ein besonderes Merkmal dieser Pflanze ist ihr mit den Jahren zunehmend kahler werdender Stamm. Die flachen, ledrig gefalteten Blätter gruppieren sich letzten Endes nur noch um die Pflanzenspitze. Dieses Verhalten der Vanda Orchidee ist in den Gegebenheiten der dunklen tropischen Wälder zu suchen. Orchideen benötigen generell Licht zum Gedeihen, und die Vanda Orchidee hat sich auf diese Art und Weise ihren Weg zum Licht gebahnt. Dieses Wachsverhalten wird grundsätzlich als monopodial bezeichnet.

Typische Auswirkungen des monopodialen Wachsverhaltens: Die Orchideen erhalten im Laufe der Zeit immer längere blattlose Sprossen sowie stark ausgeprägte Luftwurzeln. Die Pflanze ist dann entweder in einem Orchideenbehälter ausreichend abzustützen oder als Steckling in einen anderen Behälter zu setzen.

Diese Orchideenarten können ganzjährig blühen, wobei die Hauptblühzeiten im Frühling und Herbst liegen. Ausgesprochen bedeutend: Vanda Orchideen sind pflegebedürftig und daher nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

Vanda Orchideen benötigen kein Orchideen-Substrat. Aufhängen ist die optimale Haltungsform. So bekommen die Wurzeln genügend Luft. Hierfür bieten sich Lattenkörbchen oder Körbchen aus Draht bestens an. Dass für sie notwenige Wasser beziehen sie aus der Luftfeuchtigkeit. Aus diesem Grund sind die Wurzeln täglich einzusprühen. Für die Nährstoffversorgung einmal pro Woche Orchideendünger dem Sprühwasser beifügen. Blattachseln und das Herz der Pflanze nicht besprühen, weil diese ansonsten faulen könnten.

Eine Alternative zum Hängen: Die Orchidee in einem Glas oder einer Vase halten. Diese Behälter alle zehn Tage mit etwas lauwarmem Wasser füllen, bis die Wurzeln bedeckt sind, und einige Zeit warten, bis die Wurzeln genügend Feuchtigkeit aufgenommen haben. Die restliche Flüssigkeit dann abgießen.

Ideale Standorte sind warme Räume mit einer Zimmertemperatur zwischen 25 und 30 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit – gerne bis zu 90 Prozent. Nachts darf es ruhig etwas kühler sein. Auch im Winter reicht eine Raumtemperatur von um die 20 Grad Celsius aus. Ebenso wichtig ist Licht.

Im Sommer können die Pflanzen sehr gut im Freien blühen, sollten aber keinesfalls der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. In Räumen benötigen sie einen hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ruhezeiten brauchen Arten dieser Orchideen Gattung nicht. Ist eine Blüte verwelkt, ist der Blütenzweig abzutrennen, dabei möglichst kurz zurückschneiden. Neue Knospen bilden sich dann wieder unter den Blättern.

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